Schon mal “gesnookert” worden?
“To snooker somebody” bedeutet so viel wie “jemanden behindern oder sperren”. Das gleichnamige Spiel habe ich letztes Wochenende mit Freunden zum ersten Mal ausprobiert. Als “alte” Billard*-begeisterte Spielerin und als jemand, der immer wieder gerne neue Dinge ausprobiert (was nicht automatisch heißt, dass ich gut darin bin), war ich gleich mit von der Partie als es hieß diese elitäre ”Kugelsportart” auszuprobieren. Bislang habe ich es nur ab und an mal beim Zappen durch die SAT-Kanäle auf Eurosport ein paar Sekunden lang beobachtet. Sieht man es aber im Fernsehen, kann es einem gleich mal ziemlich fad werden… da es so ruhig zugeht (für Ulli manchmal eine unheimliche Situation - die Ruhe!
), alle Beteiligten so gespannt und konzentriert sind, und bei großen Turnieren der Dresscode der Spieler einen etwas einschüchtern kann.
Laut Wikipedia wird Snooker folgendermaßen beschrieben:
Snooker ist eine Variante des Präzisionssports Billard, die mit speziellen Queues auf einem Snookertisch gespielt wird. Das Spielprinzip besteht darin, 15 rote und sechs andersfarbige Bälle („die Farben“) mit dem weißen Spielball nach bestimmten Regeln in die Taschen zu versenken. Der Name Snooker bezieht sich auf eine „Snooker“ genannte Spielsituation, in der ein Spieler einen Ball, den er laut Regeln anspielen müsste, nicht auf direktem Wege an dessen äußersten Enden anspielen kann und so zu einer schwierigeren Lösung gezwungen ist (er wurde “gesnookert”). Snooker hat, verglichen mit anderen populären Formen des Billards, einen höheren technischen Schwierigkeitsgrad und stellt größere Anforderungen an die spieltaktischen Fähigkeiten der Spieler. Die höhere technische Schwierigkeit ergibt sich hauptsächlich aus der im Vergleich zu vielen anderen Billardvarianten größeren Fläche des Spieltisches, aus dem kleineren Durchmesser der Kugeln und daraus, dass die Taschen weiter in die Banden eingezogen und enger sind als etwa beim Poolbillard. Das abwechselnde Anspielen von roten und nichtroten Bällen und das angestrebte Spiel auf den höchstwertigen (schwarzen) Ball erfordert darüber hinaus ein hohes Maß an Kontrolle über den weißen Spielball. Snooker gilt als „gentlemen’s sport“, da hier mehr als bei anderen Billardvarianten auf Contenance, Stil und die Einhaltung der Etikette Wert gelegt wird. Bei den meisten großen Turnieren ist zudem förmliche Kleidung mit Hemd, Weste und Fliege vorgeschrieben (Dresscode).
Snooker erfreut sich vor allem in Großbritannien, Irland und anderen Commonwealth-Ländern großer Beliebtheit. Erfolgreiche Snookerspieler gelten dort als Stars, wie z.B. ein Ken Doherty (Irland) oder ein James Wattana (Thailand).
Mein Fazit: Nicht schlecht, dieses Snooker! – Wenn mann / frau nur noch öfter einlochen würde (wie zuvor angekündigt), dann wäre es natürlich noch besser. Aber auch so hat es Spaß gemacht, d.h. die Snooker-Frischlinge vom letzten Wochenende** werden einfach weiterhin und in Zukunft unter der Woche üben, so dass wir uns dann langsam zu Profis mausern können.
* Ich wurde vor kurzem darauf aufmerksam gemacht, dass das Spiel “Billard”, und nicht “Billiard” heißt. Warum ich die Schreibweise von Billard immer mit einem “i” angenommen hatte, ich weiß es nicht. Als rechthaberische Person wollte ich Billard ohne “i” gar nicht wahrhaben, da ich mir einbildete, dass es nur im Französischen ohne “i” geschrieben und dementsprechend französisch “pronunziert” würde… aber, mann / frau lernt immer wieder dazu – also der besserwisserische Freund (BTW: Thanks, Prof. Thomas!
) wusste es wirklich besser – und ich hatte Unrecht!
** Da fällt mir ein, es war gar nicht letztes Wochenende, es war ein Donnerstag – also unter der Woche!


