Archiv für März 2009

Snooker – the “gentle(wo)men’s sport”

Montag, 30. März 2009

Schon mal “gesnookert” worden? ;-)

“To snooker somebody” bedeutet so viel wie “jemanden behindern oder sperren”. Das gleichnamige Spiel habe ich letztes Wochenende mit Freunden zum ersten Mal ausprobiert. Als “alte” Billard*-begeisterte Spielerin und als jemand, der immer wieder gerne neue Dinge ausprobiert (was nicht automatisch heißt, dass ich gut darin bin), war ich gleich mit von der Partie als es hieß diese elitäre ”Kugelsportart” auszuprobieren. Bislang habe ich es nur ab und an mal beim Zappen durch die SAT-Kanäle auf Eurosport ein paar Sekunden lang beobachtet. Sieht man es aber im Fernsehen, kann es einem gleich mal ziemlich fad werden… da es so ruhig zugeht (für Ulli manchmal eine unheimliche Situation - die Ruhe! ;-) ), alle Beteiligten so gespannt und konzentriert sind, und bei großen Turnieren der Dresscode der Spieler einen etwas einschüchtern kann.

Laut Wikipedia wird Snooker folgendermaßen beschrieben:

Snooker ist eine Variante des Präzisionssports Billard, die mit speziellen Queues auf einem Snookertisch gespielt wird. Das Spielprinzip besteht darin, 15 rote und sechs andersfarbige Bälle („die Farben“) mit dem weißen Spielball nach bestimmten Regeln in die Taschen zu versenken. Der Name Snooker bezieht sich auf eine „Snooker“ genannte Spielsituation, in der ein Spieler einen Ball, den er laut Regeln anspielen müsste, nicht auf direktem Wege an dessen äußersten Enden anspielen kann und so zu einer schwierigeren Lösung gezwungen ist (er wurde “gesnookert”). Snooker hat, verglichen mit anderen populären Formen des Billards, einen höheren technischen Schwierigkeitsgrad und stellt größere Anforderungen an die spieltaktischen Fähigkeiten der Spieler. Die höhere technische Schwierigkeit ergibt sich hauptsächlich aus der im Vergleich zu vielen anderen Billardvarianten größeren Fläche des Spieltisches, aus dem kleineren Durchmesser der Kugeln und daraus, dass die Taschen weiter in die Banden eingezogen und enger sind als etwa beim Poolbillard. Das abwechselnde Anspielen von roten und nichtroten Bällen und das angestrebte Spiel auf den höchstwertigen (schwarzen) Ball erfordert darüber hinaus ein hohes Maß an Kontrolle über den weißen Spielball. Snooker gilt als „gentlemen’s sport“, da hier mehr als bei anderen Billardvarianten auf Contenance, Stil und die Einhaltung der Etikette Wert gelegt wird. Bei den meisten großen Turnieren ist zudem förmliche Kleidung mit Hemd, Weste und Fliege vorgeschrieben (Dresscode).

Snooker erfreut sich vor allem in Großbritannien, Irland und anderen Commonwealth-Ländern großer Beliebtheit. Erfolgreiche Snookerspieler gelten dort als Stars, wie z.B. ein Ken Doherty (Irland) oder ein James Wattana (Thailand).

Mein Fazit: Nicht schlecht, dieses Snooker! – Wenn mann / frau nur noch öfter einlochen würde (wie zuvor angekündigt), dann wäre es natürlich noch besser. Aber auch so hat es Spaß gemacht, d.h. die Snooker-Frischlinge vom letzten Wochenende** werden einfach weiterhin und in Zukunft unter der Woche üben, so dass wir uns dann langsam zu Profis mausern können. :-)

* Ich wurde vor kurzem darauf aufmerksam gemacht, dass das Spiel “Billard”, und nicht “Billiard” heißt. Warum ich die Schreibweise von Billard immer mit einem “i” angenommen hatte, ich weiß es nicht.  Als rechthaberische Person wollte ich Billard ohne “i” gar nicht wahrhaben, da ich mir einbildete, dass es nur im Französischen ohne “i” geschrieben und dementsprechend französisch “pronunziert” würde… aber, mann / frau lernt immer wieder dazu – also der besserwisserische Freund (BTW: Thanks, Prof. Thomas! :-) ) wusste es wirklich besser – und ich hatte Unrecht! ;-)

** Da fällt mir ein, es war gar nicht letztes Wochenende, es war ein Donnerstag – also unter der Woche! ;-)

Snooker - the "gentle(wo)men's sport"

Snooker - the "gentle(wo)men's sport"

Where to draw the line… that is the question!

Donnerstag, 26. März 2009

Every now and then I get frustrated with myself because I try to draw a line somewhere – this applies to all areas of life – and I always have the feeling it’s a wrong line that I’ve drawn. Do you know that feeling too?

It also has to do with categories and boundaries. Taking this weblog as an example, when I was starting it a few days ago I was not sure which language I should use… should it be English because it’s in the www and my English-speaking friends and relatives can follow my life and my thoughts through this blog? Or should it be in German since it’s my native language and most of the time (not always, though) I can express things better in German? Well, the answer can be found somewhere in between – like always. Boundaries are blurring… maybe they always have… They can’t be clearly drawn, so my weblog is just a good example of this grey area, not really black, not really white… 

Speaking of categories, I have also been thinking about categorizing my articles and the links here on my blog. Well, it’s not easy finding the perfect category, for there is no perfect category… so the fact that I put some friends’ homepages and weblogs into the category of “Arts” seemed to be appropriate the moment I created those links and has nothing to do with the assumption that they don’t belong to my friends anymore. ;-) This way one could also think about when to call someone a friend or just an aquaintance? Where do I draw the line there? Soulmates (how many can one have?) - best friends – good friends – friends – people I know – etc.???? Those “friends” on facebook one has, can you really consider them all your friends? And can somebody have 278 friends there and therefore be more popular and cooler than another one? Of course not! All these thoughts come to my mind when I think about categories and boundaries…

So, forgive me, if my categories sometimes don’t seem to be quite right… or if I dare to call somebody a friend I’ve never met in person… But creating categories just makes things easier sometimes (or most of the time?), especially in this fast-moving world… (here one could think about whether the world really moves faster nowadays than 50 years ago… but that is another question…)

O Canada!

Mittwoch, 25. März 2009

Kanada – das beste Beispiel für gelebte Transkulturalität…

Während meines Au-pair Aufenthalts in den USA, nahm ich die Gelegenheit wahr über Weihnachten (1995) meine Cousine und ihre Familie in Kanada zu besuchen. (By the way: Hello there, Betty and family! – if you ever gonna read this! :-) ). Und ich musste feststellen, dass ich mich damals in Kanada verliebte. Vielleicht kann ich es am besten so beschreiben, indem ich sage: “I immediately felt home!” … Wohl auch wegen meiner Verwandten (die ich damals aber zum ersten Mal sah), die mich so großartig bei sich aufnahmen, vielleicht auch wegen der nicht so US-amerikanischen, sondern viel europäischeren Mentalität der Kanadier. Jedenfalls fühlte ich mich sichtlich wohl da in Alberta. Seit damals habe ich es nicht mehr geschafft nach Kanada zu reisen, was aber in Zukunft definitiv auf meiner Reiseliste ganz oben steht! :-) Seit damals hat sich auch so etwas wie eine tiefe Sehnsucht in mir breitgemacht – ein Fernweh nach Kanada.

Auf der Anglistik an der Grazer Uni werden seit den letzten Jahren auch immer wieder mal Lehrveranstaltungen mit dem Schwerpunkt Kanada angeboten. Finde ich super! :-) In diesem Rahmen besuchte ich auch eine Vorlesung über “Canadian Literature” – und das Ganze noch freiwillig! Stelle sich das einer mal vor! Seitdem habe ich eine weitere Liebe für mich entdeckt: die Liebe zur kanadischen Literatur! :-) Der Professor, bei dem ich diese Vorlesung besuchte, ist mittlerweile mein Diplomarbeitsbetreuer und mein Thema eines über kanadische Literatur geworden! Da ich mir vorgenommen hatte meine Arbeit über Migration und Transkulturalität im Zusammenhang mit einem kanadischen Autor zu schreiben, machte ich mich dann auf die Suche nach Autoren, die einen Migrationshintergrund hatten bzw. die über solche Themen schrieben. Durch Zufall stieß ich dann auf die Trilogie von Nino Ricci. Es handelte sich um die Bücher Lives Of The Saints, In A Glass House, Where She Has Gone. Ich verschlang sie der Reihe nach, da sie mich dermaßen fesselten. Siehe auch Nino Ricci’s homepage. So wurde mein Diplomarbeitsthema: “Aspects of migration and transculturalism in Nino Ricci’s novels: Lives Of The Saints, In A Glass House, Where She Has Gone:-) Vor kurzem entdeckte ich auch die Verfilmung der Trilogie mit dem gleichnamigen Titel “Lives of the Saints”… allerdings war es nicht ganz so einfach den Film zu beschaffen… schließlich bekam ich ihn aus den USA, natürlich auf Englisch, aber mit holländischen Untertiteln (diese sind jedoch ausblendbar). Wie so oft ist es schwierig Film und Buch zu vergleichen… Meiner Meinung nach wurden die Bücher gut verfilmt, natürlich teilweise etwas abgeändert, aber im Großen und Ganzen nenne ich ihn wirklich gelungen und sehr sehenswert - unter anderem mit einer glänzenden Sophia Loren und einem Kris Kristofferson, um nur die bekannten Schauspieler zu nennen.

O Canada…!

The Maple Leaf

The Maple Leaf

Books are your friends!

Mittwoch, 25. März 2009
Books are your friends!

Books are your friends!

“Remember: Books are your friends!” Als au-pair pflegte ich meinen drei Sprösslingen das immer zu sagen.

Meine Beziehung zu Büchern ist immer eine freundschaftliche gewesen, vielleicht, weil ich das Gefühl hatte, dass Bücher mich nicht so enttäuschen würden wie manch ein Mensch. Bücher bedeuteten mir auch deshalb so viel, weil ich, zumindest in meinem Kopf, zu neuen Ufern aufbrechen, in andere Zeiten und Länder reisen konnte… Heute mag ich sowohl das Reisen im Kopf als auch das tatsächliche Reisen – also eine Kombination von beiden! 

In einem Sprachausbildungskurs an der Uni, es hieß damals noch “Advanced Comprehension and Composition” – inzwischen nennt er sich “Professional Writing Skills”, bekamen wir einmal die Aufgabe, einen Text zu schreiben mit der Überschrift: “One thing you can’t tell by looking at me…”. Diesen Text, den ich damals schrieb, möchte ich hier wiedergeben:

One thing you can’t tell by looking at me…   

… is that I’m mad about books. Whenever I see a bookstore I feel the urge to go in there. I hear this little magical voice from a book in the store window that tries to persuade me (it always succeeds in doing so): “Come on in, Ulli! You don’t have to buy me, but at least look at me. Don’t go away without having seen my wonderful cover!” And after a few seconds – maybe just one second because I’m a very spontaneous person – I go in and spend too much time looking at them, leafing through them and smelling them. Sometimes, if the book is very thin, more like a leaflet, I would even read through it while sitting or kneeling in some remote corner where nobody would find me.

Although I’m fascinated by all kinds of books, I do prefer foreign language books, that is to say, books in English and Spanish. (The latter is my second study.) Some five years ago, while working as an au-pair in the US State of Washington I discovered the biggest and most wonderful bookstore: “Barnes and Noble” in Seattle. As I entered I felt like a teeny weeny foreign species standing in awe of the many enormous bookshelves crammed full with thousands and thousands of books. Of course, I bought at least 10 of them… Don’t ask me how many books I had to send home by the end of the year!

It comes in handy that it’s just me and my mom living in our house. This way I can keep my books that I have bought through the years in three rooms. In “my” room, where I work and sleep, I only have the books that I need for my studies, that means only in the language of Shakespeare and Cervantes. If you ask me whether I have read all of my books I have to admit that I have not – but most of them. I always tell myself that I’m going to read the rest of them when I’m retired…

One last thing about me and books… I intend to write one someday… Then I’m going to write about all the things you can’t tell by looking at me… oh… and there are loads of things…

Poems and such…

Montag, 23. März 2009

An so seltenen Tagen bzw. in seltenen Nächten, da überfällt mich die Muse und ich hab das Bedürfnis meinen Gedankenströmen freien Lauf zu lassen. Raus kommt dann so etwas, das ich als Gedicht oder “Poem or such” bezeichnen würde…

Meist sind es so negative Gefühlsstimmungen, die mich kreativ werden lassen und mich zum Schreiben bewegen. Warum das so ist? Das könnte man diskutieren und sich auch gleichzeitig die Frage stellen, warum traurige Bücher / Filme meist die besseren sind…

Eine Auswahl meiner gedanklichen Ergüsse in lyrischer Form werde ich wohl immer wieder mal hier veröffentlichen…

Hier ein geistiger Erguss, den ich am 22.12.2008 um 03:12 zu Papier brachte:

WRITING IN THE DARK

I was writing in the dark.

I was writing away the fears in me

like a rain washes away the dirt in the streets.

I was feeling a dawn in me, something that was yearning to be filled with life again.

I was writing

- and meanwhile found my strength.