An so seltenen Tagen bzw. in seltenen Nächten, da überfällt mich die Muse und ich hab das Bedürfnis meinen Gedankenströmen freien Lauf zu lassen. Raus kommt dann so etwas, das ich als Gedicht oder “Poem or such” bezeichnen würde…
Meist sind es so negative Gefühlsstimmungen, die mich kreativ werden lassen und mich zum Schreiben bewegen. Warum das so ist? Das könnte man diskutieren und sich auch gleichzeitig die Frage stellen, warum traurige Bücher / Filme meist die besseren sind…
Eine Auswahl meiner gedanklichen Ergüsse in lyrischer Form werde ich wohl immer wieder mal hier veröffentlichen…
Hier ein geistiger Erguss, den ich am 22.12.2008 um 03:12 zu Papier brachte:
WRITING IN THE DARK
I was writing in the dark.
I was writing away the fears in me
like a rain washes away the dirt in the streets.
I was feeling a dawn in me, something that was yearning to be filled with life again.
I was writing
- and meanwhile found my strength.
Tags: Gedankenströme, kreativ, rain, writing
da bin ich. dichtest du immer auf englisch? dann kannst du sicher tolle songtexte verfassen. und singen
Schön, dass du da bist! Freut mich sehr!
Oft tu ich mir beim Schreiben auf Englisch leichter (kommt aber drauf an, was es ist) … gewisse Sachen, finde ich, kann man einfach im Englischen besser als im Deutschen ausdrücken…
Nö, aber singen kann ich gar nicht – völlig untalentiert dafür!
Hi Ulli!
Ich habe als ich in Graz studiert hab bewusst keinen Fernseher gehabt und in dieser Zeit mehr Bücher gelesen. Darunter die meisten Goethe und alle Shakespeare Bücher und bin speziell beim Lesen von Shakespear auf den selben Schluss gekommen wie Du, dass nämliche Tragödien/Dramen die besseren sind (, oder ist jemand da draußen, der wirklich Einen Sommernachtstraum besser findet als King Lear?). Man könnte da natürlich spekulieren, dass Shakespeare ein besserer im Schreiben von Dramen war, oder aber (was wahrscheinlicher) ich einfach keinen blassen Schimmer über Komödien hab und diese daher nicht versteh.
Hier meine Hypothese:
Hat etwas einen sehr traurigen Ausgang dann fragt man sich…. “Warum musste es bloß so schlimm Ausgehen, und warum hat sich nicht alles zum Besseren gewendet?” Man quält sich also zu verstehen und fragt nach dem Warum. Grundsätzlich haben Dramen aber eine “Moral von der Geschicht”, die sie vermitteln wollen und sobald Zuschauer/Leser nochmal darüber nachdenkt hat nicht nur der Author erreicht das sein Werk einen Impact hatte, sondern der Zuschauer/Leser wurde selbst schlauer dabei – eine WIN-WIN Situation also.
Im Gegensatz dazu mögen manche Komödien zwar ein netter Zeitvertreib sein, eine Moral kann aber meistens aus einem Happy End nicht gewonnen werden (so glaube ich zumindest). Komödien und die meisten Mainstream Filme (z.B. Hollywood) erinnern mich an die Aktivität des Aufs-Klo-Gehens: Am Ende drückt man einfach auf die Spülung und man fragt sich nicht was danach passiert damit; quasi: aus den Augen, aus dem Sinn.
….und bevor mein Aufschieberitus entgültig die Oberhand gewinnt mach ich hier besser Schluss und stürtz mich mit voller Muse in die Arbeit, denn es gibt wohl nichts auf Erden was ich lieber tun würde…… YEAH; RIGHT!
Tony
Hallo Tony,
Gedanken von dir, mit denen ich (wie immer) viel anfangen kann!
Tja, das macht wohl soulmates aus…
Ja, Komödien (die übrigens genauso zu der literarischen Gattung “Drama” zählen – Dramen = Tragödien, Komödien, Tragi-Komödien – das nur so nebenbei erwähnt, da ist die Lehrerin in mir durchgedrungen! *grins*) können vielleicht für den Augenblick ganz amüsant sein, aber wirklich lang zehren kann man definitiv von den Tragödien – in der Literatur, aber auch im realen Leben sind es diese traurigen Anlässe / Situationen, die einen weiterbringen… wo man dann sagen kann: “Ich hab mich weiterentwickelt, daraus gelernt, für mich und in mich einiges aufgesaugt.”
Der Vergleich von Hollywood und Klo gefällt mir auch ganz gut! Schön formuliert, Tony!
Bin dir immer dankbar für dein feedback – das weißt eh…
So, let’s fight the aufschieberitis and in the mean time let’s embrace and enjoy life’s detours!
Sunshineulli