Archiv für die Kategorie ‘Einfach so Gedanken’

Der Ernst des Lebens… ?

Freitag, 04. September 2009

Jetzt fängt sie bald an – die Schule… die Institution, von der ich wohl nicht so schnell loskommen werde! ;-) Mein 8-jähriger Neffe David und ich plauderten. Er teilte mir mit, dass die Ferien nun leider bald vorbei seien und er wieder in die Schule müsse… Ich sagte ihm tröstend: “David, ich auch, ich auch…!” ;-) Allerdings schon lange nicht mehr als Schülerin, sondern in Zukunft als Lehrerin für Englisch und Spanisch! :-)
Aufmerksam wie er so ist, mein Neffe, hat er mir zu diesem Anlass eine Schultüte geschenkt! Alles brauchbare Sachen, die ich darin fand… nebst Spitzer, Bleistift, Uhu, Radiergummi etc. fanden sich da auch Traubenzucker und Süßkram… Nervennahrung? ;-)

Als Kind hab ich immer gehört: “Jetzt fängt der Ernst des Lebens an…” In Wahrheit sind Ernst und Spaß eh ständig unsere Lebensbegleiter. Das Leben fängt nicht an! Es ist das, was ständig um uns herum passiert und die Zeit bleibt nicht stehen…
So viel wollte ich noch vor Schulanfang tun, noch so viele Leute besuchen, ehe es mich nach Fürstenfeld, in die schöne Oststeiermark, verschlägt, … aber ich bin ja nicht aus der Welt, und in Zukunft habe ich ja auch wieder Wochenenden, d.h. SAMSTAG UND SONNTAG zur Verfügung, seit ich samstags nicht mehr arbeiten muss! :-)

Bin freudig gespannt, was mir mein neuer Lebensabschnitt bringen und wie dieses Schuljahr für mich werden wird… :-)

Meine Schultüte ;-)

Meine Schultüte ;-)

So close… :-)

Freitag, 03. Juli 2009

Hab am kommenden Mittwoch, 8. Juli, meine Diplomprüfung… damit schließe ich dann ENDLICH (!!) mein Lehramtsstudium Englisch und Spanisch ab. So viel schwirrt mir im Kopf rum, so viel ist noch zu lernen und zu lesen… kann ich mir so viele literarische Werke, die Namen, den plot, die Themen, die Zusammenhänge einprägen????? Oder soll ich mich einfach auf meinen Instinkt und meine gute Kombinierfähigkeit verlassen? Ich werde unsicher, krieg langsam Nervenflattern, wo ich doch sonst Nerven wie aus Stahl habe… und so vieles schon durchgestanden und erlebt habe…
Ich weiß, dass ich es schaffe, wahrscheinlich sogar gut schaffe, aber da ist halt doch die Angst in mir zu versagen, mich selbst zu enttäuschen…
Und wenn ich daran denke, dass ich so lange darauf hingearbeitet habe dieses mir gesteckte Ziel zu erreichen, dann werde ich noch nervöser. Wie viele Entbehrungen ich auf mich nehmen musste, wie hart ich dafür arbeiten musste um so weit zu kommen… und obwohl ich so oft daran gedacht habe, aufzugeben, da ich es doch soviel einfacher haben hätte können, habe ich es dennoch nicht getan, sondern weitergemacht…
Aufgeben kann man einen Brief, heißt es! :-)
Nur ich allein weiß was für ein wunderbares Gefühl der Erleichterung es sein wird, wenn die Prüfung vorbei ist… wie viele Felsbrocken auf dem langen Weg gelegen waren… wie viele Umwege ich nehmen musste, wie oft ich denselben Weg mehrmals gemacht habe…
Verglichen mit anderen ist es nichts Besonderes sein Studium abzuschließen… so viele haben es schon vor mir gemacht, so viele werden es noch nach mir machen… aber zu wissen, dass ich es doch geschafft habe, was ich mir vor langer Zeit vorgenommen habe, dass ich durchgehalten habe – trotz so vieler widriger Umstände, die andere wohl nie nachvollziehen werden können – das verschafft mir doch Genugtuung… und bald (hoffentlich!) ein strahlendes Gesicht! :-)

Im Moment herrscht totale Anspannung in mir, ich steh neben mir, ich bin nicht ganz ich selbst… und doch ich selbst… absorbed into literature… eine Stunde, drei Professoren, Deutsch, Englisch, Spanisch und ein Haufen Literatur in meinem Kopf, der sich dann den Weg über die Zunge in den Äther bahnen wird…

Jo, das wird schon gut gehen… und trotzdem grummelt es in meiner Magengegend und der Kopf ist zum Bersten voll…

Die Länge eines Blogs…

Donnerstag, 02. April 2009

Vor kurzem wurde ich darauf hingewiesen, dass meine Blogeinträge zu lang seien. Diese Ansicht kam (bis jetzt) aus der männlichen Ecke, um genau zu sein, von einem Techniker (was mich nicht überrascht), aber auch von einem Geisteswissenschaftler… Da habe ich mir also die Frage gestellt wie lang denn ein Blog sein soll. Gibt es dafür Vorgaben oder ist das ein Grundverständnis unter Bloggern? Wenn man in Wikipedia den Begriff “Blog” sucht, findet man unter anderem den Satz:

Häufig ist ein Blog „endlos“, d. h. eine lange, abwärts chronologisch sortierte Liste von Einträgen, die in bestimmten Abständen umbrochen wird.

Hmm… ” ‘endlos’, d.h. eine lange, abwärts chronologisch sortierte Liste von Einträgen” … Demzufolge gibt es keine Beschränkung wie lange ein Blog sein soll oder muss.  Ich bevorzuge meinen Gedanken freien Lauf zu lassen, und manchmal, oder meist, laufen sie eben besonders weit bzw. lange! ;-) Außerdem führe ich ja einen personal blog, ich mache dies nicht um bestimmten Leuten zu gefallen, sondern einfach, weil es mir Spaß macht!

Ich halte es also wie Frank Sinatra  - I do it my way! :-)

PS: Uih, das war heute aber ein besonders kurzer Eintrag! ;-)

PPS: Sind PS üblich in einem blog? … Tja, in meinem schon! ;-)

Where to draw the line… that is the question!

Donnerstag, 26. März 2009

Every now and then I get frustrated with myself because I try to draw a line somewhere – this applies to all areas of life – and I always have the feeling it’s a wrong line that I’ve drawn. Do you know that feeling too?

It also has to do with categories and boundaries. Taking this weblog as an example, when I was starting it a few days ago I was not sure which language I should use… should it be English because it’s in the www and my English-speaking friends and relatives can follow my life and my thoughts through this blog? Or should it be in German since it’s my native language and most of the time (not always, though) I can express things better in German? Well, the answer can be found somewhere in between – like always. Boundaries are blurring… maybe they always have… They can’t be clearly drawn, so my weblog is just a good example of this grey area, not really black, not really white… 

Speaking of categories, I have also been thinking about categorizing my articles and the links here on my blog. Well, it’s not easy finding the perfect category, for there is no perfect category… so the fact that I put some friends’ homepages and weblogs into the category of “Arts” seemed to be appropriate the moment I created those links and has nothing to do with the assumption that they don’t belong to my friends anymore. ;-) This way one could also think about when to call someone a friend or just an aquaintance? Where do I draw the line there? Soulmates (how many can one have?) - best friends – good friends – friends – people I know – etc.???? Those “friends” on facebook one has, can you really consider them all your friends? And can somebody have 278 friends there and therefore be more popular and cooler than another one? Of course not! All these thoughts come to my mind when I think about categories and boundaries…

So, forgive me, if my categories sometimes don’t seem to be quite right… or if I dare to call somebody a friend I’ve never met in person… But creating categories just makes things easier sometimes (or most of the time?), especially in this fast-moving world… (here one could think about whether the world really moves faster nowadays than 50 years ago… but that is another question…)

Aufschieberitis

Montag, 23. März 2009

Wer kennt sie nicht – die Aufschieberitis?!

Also, ich bin wohl oft Meisterin darin, wenn es darum geht alles Mögliche aufzuschieben, was eigentlich Priorität hätte, weil alles andere erscheint plötzlich so interessant und wichtig… Sei es das Aufräumen, oder noch schnell den Posteingang abarbeiten, e-mails beantworten, ach, und dieser Film scheint auch so interessant zu sein… den muss ich mir noch ansehen, und dann gehe ich wirklich ans Werk, ach, und diesen und jenen wollte ich auch noch anrufen, das muss ich noch fixieren, und wenn dann noch Besuch kommt, just, wenn ich bereit bin endlich wieder meinen Prioritäten nachzugehen… da kann mann / frau ja auch nicht so unhöflich sein und die Person gleich so abfertigen…

In meinem Fall heißt die Priorität im Moment meine Diplomarbeit zu schreiben… oh, but Ulli gets distracted so easily… ;-) Everything’s so interesting!

Was tun also, wenn einen diese “Volkskrankheit” erwischt hat? Welche ist die richtige Medizin, die passende Therapie? Hmm… ich könnte dazu mal die Ärzte unter meinen Freunden befragen… Welchen Ratschlag sie wohl erteilen würden?

Ein Artikel über Aufschieberitis schlägt folgende Schritte zur Lösung des Problems vor:

Zunächst einmal dem Phänomen auf die Spur kommen: Da es sich um ein Phänomen handelt, das wohl in uns allen (wenn auch mehr oder weniger stark ausgeprägt) ist, sollte man das “Problem” gar nicht als Problem sehen. Es mag durchaus gute Gründe fürs Aufschieben geben.

Dann sollte man sich die Frage stellen, warum man denn Dinge eigentlich aufschiebt: Durch das Analysieren stellt man fest, dass die Gründe für die Aufschieberei bei verschiedenen Aufgaben sehr unterschiedlich sein können. So erfährt man viel über die individuelle Eigenmotivation und Prioritätensetzung. Verschiedene Ursachen für die Aufschieberitis können sein: schlichte Unlust, die Sache macht einfach keinen Spaß; es mangelt an der Motivation, der Sinn der Tätigkeit ist evt. nicht klar; eine Art Trotzgefühl, man macht bewusst nicht, was andere von einem erwarten; schlechte Organisation; mangelnde Erfolgserlebnisse; oder anderes…

Hmm… wenn ich darüber nachdenke, dann komme ich zu dem Schluss, dass in meinem Fall der letzte Punkt zutrifft: “oder anderes” ;-) Auch handelt es sich nicht um Angst oder Zweifel, die sich in mir breit machen könnten… weil ich weiß, dass ich die Sache gut mache, wenn ich mich nur darauf konzentriere… Also vielleicht einfach nur mangelnde Konzentration oder ich hab in regelmäßigen Abständen das “Faule Willi” – Syndrom?! ;-)

Den Rest des Artikels überfliege ich und schau noch schnell, welche Denkanstöße und praktische Tipps denn da noch gegeben werden… Aha!

  1. Denkanstoß: Schieben Sie heute Ihre Aufschieberitis auf! 
  2. Denkanstoß: Die Welt ist voller kostenloser Motivationstrainer!

Ob das weiterhilft?! Zweifelhaft…

Na dann, bevor ich mich meinem weiteren Schreiben der Diplomarbeit widme, gehe ich mal was essen, und dann wollte ich noch nach der Post schauen, ah, und die Verfilmung der Bücher wollte ich mir auch noch fertig anschauen, und dann… und dann… ;-)

Fauler Willi