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Aufschieberitis

Montag, 23. März 2009

Wer kennt sie nicht – die Aufschieberitis?!

Also, ich bin wohl oft Meisterin darin, wenn es darum geht alles Mögliche aufzuschieben, was eigentlich Priorität hätte, weil alles andere erscheint plötzlich so interessant und wichtig… Sei es das Aufräumen, oder noch schnell den Posteingang abarbeiten, e-mails beantworten, ach, und dieser Film scheint auch so interessant zu sein… den muss ich mir noch ansehen, und dann gehe ich wirklich ans Werk, ach, und diesen und jenen wollte ich auch noch anrufen, das muss ich noch fixieren, und wenn dann noch Besuch kommt, just, wenn ich bereit bin endlich wieder meinen Prioritäten nachzugehen… da kann mann / frau ja auch nicht so unhöflich sein und die Person gleich so abfertigen…

In meinem Fall heißt die Priorität im Moment meine Diplomarbeit zu schreiben… oh, but Ulli gets distracted so easily… ;-) Everything’s so interesting!

Was tun also, wenn einen diese “Volkskrankheit” erwischt hat? Welche ist die richtige Medizin, die passende Therapie? Hmm… ich könnte dazu mal die Ärzte unter meinen Freunden befragen… Welchen Ratschlag sie wohl erteilen würden?

Ein Artikel über Aufschieberitis schlägt folgende Schritte zur Lösung des Problems vor:

Zunächst einmal dem Phänomen auf die Spur kommen: Da es sich um ein Phänomen handelt, das wohl in uns allen (wenn auch mehr oder weniger stark ausgeprägt) ist, sollte man das “Problem” gar nicht als Problem sehen. Es mag durchaus gute Gründe fürs Aufschieben geben.

Dann sollte man sich die Frage stellen, warum man denn Dinge eigentlich aufschiebt: Durch das Analysieren stellt man fest, dass die Gründe für die Aufschieberei bei verschiedenen Aufgaben sehr unterschiedlich sein können. So erfährt man viel über die individuelle Eigenmotivation und Prioritätensetzung. Verschiedene Ursachen für die Aufschieberitis können sein: schlichte Unlust, die Sache macht einfach keinen Spaß; es mangelt an der Motivation, der Sinn der Tätigkeit ist evt. nicht klar; eine Art Trotzgefühl, man macht bewusst nicht, was andere von einem erwarten; schlechte Organisation; mangelnde Erfolgserlebnisse; oder anderes…

Hmm… wenn ich darüber nachdenke, dann komme ich zu dem Schluss, dass in meinem Fall der letzte Punkt zutrifft: “oder anderes” ;-) Auch handelt es sich nicht um Angst oder Zweifel, die sich in mir breit machen könnten… weil ich weiß, dass ich die Sache gut mache, wenn ich mich nur darauf konzentriere… Also vielleicht einfach nur mangelnde Konzentration oder ich hab in regelmäßigen Abständen das “Faule Willi” – Syndrom?! ;-)

Den Rest des Artikels überfliege ich und schau noch schnell, welche Denkanstöße und praktische Tipps denn da noch gegeben werden… Aha!

  1. Denkanstoß: Schieben Sie heute Ihre Aufschieberitis auf! 
  2. Denkanstoß: Die Welt ist voller kostenloser Motivationstrainer!

Ob das weiterhilft?! Zweifelhaft…

Na dann, bevor ich mich meinem weiteren Schreiben der Diplomarbeit widme, gehe ich mal was essen, und dann wollte ich noch nach der Post schauen, ah, und die Verfilmung der Bücher wollte ich mir auch noch fertig anschauen, und dann… und dann… ;-)

Fauler Willi