Mit ‘Fernweh’ getaggte Artikel

Venezia, “la Serenissima”

Dienstag, 02. März 2010

Nicht nur Amsterdam habe ich mit einem Besuch beehrt, ein paar Tage zuvor machte ich einen kurzen Abstecher nach Venedig.
Früh morgens, wenn ich normalerweise noch meine Tiefschlafphase habe und mich noch mindestens einmal im Bett umdrehe, machten wir uns mit dem Bus von Graz auf in die allerdurchlauchteste aller Städte Italiens. 5 Stunden mit dem Bus hin und spät abends wieder 5 Stunden mit dem Bus zurück! Das Busfahren ist nicht meines, aber so war es eine günstige Gelegenheit auch mal nach Venedig zu kommen. (Been there, done that!) Es war der Samstag vor dem Faschingsdienstag, sprich: ein Massenauflauf von Menschen, da natürlich alle in der Karnevalszeit nach Venezia wollen. Es war ein wirklich schöner Tag, und das obwohl ich mit dem feucht-kalten Wetter auf Kriegsfuß stand und mit zunehmenden Maße eine triefende Nase hatte, bis zuletzt meine Nase nahezu völlig dicht machte und ich mich aus dem Niesen nicht mehr heraussah. :-( Gar hatte ich eine Allergie gegen Venedig entwickelt? Nichtsdestotrotz war es den Kurzbesuch wert! Auch wenn ich, was noch hinzukam (Tja, einmal ein Schussel – immer ein Schussel! ;-) ), auf der Rückfahrt meine Geldtasche im Bus vergaß und dieses Malheur am nächsten Tag mit Entsetzen und einer kleinen Panikattacke feststellen musste! Zum Glück hatte aber ein netter Herrr des Reiseunternehmens meine Geldtasche aufbewahrt, so dass ich sie am Montag in Graz abholen konnte! Tja, es gibt halt doch noch gute Menschen auf dieser Welt!! :-)
Was mir nach dem Kurzbesuch wieder in den Sinn kam: Wäre halt doch gut mal einen Crash- oder Einsteigerkurs in Italienisch zu machen… man kann sich zwar in Italien auch mit Spanisch oder Englisch durchschlagen, aber wäre schon schön sich auf Italienisch verständigen zu können… Tja, da hat frau einige Sprachen gelernt, aber Italienisch war halt net dabei… disgraziatamente!

Venedig von oben

Venezianische Gondel

Markusplatz unter Wasser

Karneval

Was Schönes...

Ulli in Venedig

I AMsterdam

Sonntag, 28. Februar 2010

Amsterdam – erste Assoziationen dazu? – Legale Drogen, Coffeeshops, Sexshops, Prostituierte in Schaufenstern, Protestanten (nicht zu verwechseln mit letztere), Heineken, Königin Beatrix, Grachten, Hausboote, Künstler wie Rembrandt oder Van Gogh, Anne Frank…
Amsterdam ist anders. Jung und dynamisch, weltstädtisch und dörflich, historisch und erhaben. Das Motto der holländischen Hauptstadt – meinem Reiseführer zufolge – lautet: “Anything goes!”
Amsterdam hat schon was! Freundliche Bewohner, alle des Englischen mächtig, die nicht müde werden zu lächeln und Touristen den Weg zu weisen oder small talk zu betreiben. Nette Cafés mit wiederum herzlichen Kellnern. Überaus interessante Museen: das “Rijksmuseum” mit Rembrandts berühmten Gemälde “Die Nachtwache” oder Johannes Vermeers “Die Milchmagd”, das “Van Gogh” Museum mit den bekannten “Sonnenblumen”. Aber es gibt auch kleine Museen, die man sich durchaus nicht entgehen lassen sollte, wie z.B. das Museum “Ons’ Lieve Heer op Solder” (“Unser lieber Herrgott auf dem Dachboden”). Hier handelt es sich um eine katholische Geheimkirche auf dem Dachboden eines Herrenhauses, mitten im heutigen Rotlichtviertel gelegen. Durchaus empfehlen kann ich auch eine Grachtenrundfahrt, bei der man sehr viel von der Stadt sieht.
Ein absolutes Muss war für mich das “Anne Frank Huis” in der Prinsengracht 267. Als 13-jährige habe ich das “Tagebuch der Anne Frank” gelesen, das mich damals tief berührt und dazu inspiriert hat selbst Tagebuch zu schreiben. Durch die Räume des Museums schreitend kann man sich gut in die damalige Zeit versetzen. Einzelne Sätze aus dem Tagebuch, die an die Wände projiziert werden, tun ihr übriges.
Siehe auch: www.annefrank.org
Ein paar Tipps: Preiswerter ist Amsterdam zwischen Oktober und März, obwohl zwischen April und September wohl angenehmer, da wärmer. Die “Iamsterdam-card” ist eine gute Investition und lohnt sich allemal, wenn man ein paar Museen besuchen und die öffentlichen Verkehrsmittel gratis benützen will. Mehr dazu auf der homepage: http://www.iamsterdam.com/
Außerdem schadet es nicht seinen Reiseführer vor/während der Reise zu studieren, nicht erst nachher, obwohl das Nachherlesen auch seinen Reiz hat und man dann zu ein paar Aha-Erlebnissen kommt. ;-)

Amsterdam, dank u wel! Tot ziens! :-)

Rijksmuseum

Ulli in Amsterdam

Van Gogh Museum

Beware of zakkenrollers! :-)

Amsterdam und Fahrrad

Anne Frank Huis

O Canada!

Mittwoch, 25. März 2009

Kanada – das beste Beispiel für gelebte Transkulturalität…

Während meines Au-pair Aufenthalts in den USA, nahm ich die Gelegenheit wahr über Weihnachten (1995) meine Cousine und ihre Familie in Kanada zu besuchen. (By the way: Hello there, Betty and family! – if you ever gonna read this! :-) ). Und ich musste feststellen, dass ich mich damals in Kanada verliebte. Vielleicht kann ich es am besten so beschreiben, indem ich sage: “I immediately felt home!” … Wohl auch wegen meiner Verwandten (die ich damals aber zum ersten Mal sah), die mich so großartig bei sich aufnahmen, vielleicht auch wegen der nicht so US-amerikanischen, sondern viel europäischeren Mentalität der Kanadier. Jedenfalls fühlte ich mich sichtlich wohl da in Alberta. Seit damals habe ich es nicht mehr geschafft nach Kanada zu reisen, was aber in Zukunft definitiv auf meiner Reiseliste ganz oben steht! :-) Seit damals hat sich auch so etwas wie eine tiefe Sehnsucht in mir breitgemacht – ein Fernweh nach Kanada.

Auf der Anglistik an der Grazer Uni werden seit den letzten Jahren auch immer wieder mal Lehrveranstaltungen mit dem Schwerpunkt Kanada angeboten. Finde ich super! :-) In diesem Rahmen besuchte ich auch eine Vorlesung über “Canadian Literature” – und das Ganze noch freiwillig! Stelle sich das einer mal vor! Seitdem habe ich eine weitere Liebe für mich entdeckt: die Liebe zur kanadischen Literatur! :-) Der Professor, bei dem ich diese Vorlesung besuchte, ist mittlerweile mein Diplomarbeitsbetreuer und mein Thema eines über kanadische Literatur geworden! Da ich mir vorgenommen hatte meine Arbeit über Migration und Transkulturalität im Zusammenhang mit einem kanadischen Autor zu schreiben, machte ich mich dann auf die Suche nach Autoren, die einen Migrationshintergrund hatten bzw. die über solche Themen schrieben. Durch Zufall stieß ich dann auf die Trilogie von Nino Ricci. Es handelte sich um die Bücher Lives Of The Saints, In A Glass House, Where She Has Gone. Ich verschlang sie der Reihe nach, da sie mich dermaßen fesselten. Siehe auch Nino Ricci’s homepage. So wurde mein Diplomarbeitsthema: “Aspects of migration and transculturalism in Nino Ricci’s novels: Lives Of The Saints, In A Glass House, Where She Has Gone:-) Vor kurzem entdeckte ich auch die Verfilmung der Trilogie mit dem gleichnamigen Titel “Lives of the Saints”… allerdings war es nicht ganz so einfach den Film zu beschaffen… schließlich bekam ich ihn aus den USA, natürlich auf Englisch, aber mit holländischen Untertiteln (diese sind jedoch ausblendbar). Wie so oft ist es schwierig Film und Buch zu vergleichen… Meiner Meinung nach wurden die Bücher gut verfilmt, natürlich teilweise etwas abgeändert, aber im Großen und Ganzen nenne ich ihn wirklich gelungen und sehr sehenswert - unter anderem mit einer glänzenden Sophia Loren und einem Kris Kristofferson, um nur die bekannten Schauspieler zu nennen.

O Canada…!

The Maple Leaf

The Maple Leaf