
Love...?
So oft in den Mund genommen, so viele Dichter haben darüber geschrieben, so viel wird darüber gesagt… und auch wenn man(n oder frau) nicht daran glaubt oder sich über sie lustig macht, so beschäftigen wir uns doch auf die eine oder andere Art mit ihr… Also stelle ich einfach den Satz bzw. die Frage in den (virtuellen) Raum: “Liebe existiert nicht… oder doch?”
Sehr lange und ausführlich könnte man darüber diskutieren, ich versuche hier einfach mal die Gedanken schriftlich zu formulieren, die mir im Moment durch den Kopf schwirren:
Gläubige Menschen verstehen unter einzig wahrer Liebe die Liebe zu Gott. Als sogenannter “non-believer”, manchmal Atheist bzw. sporadischer Agnostiker, und meiste Zeit Skeptiker, kann ich damit nichts anfangen.
Der Poet schreibt über die romantische Liebe, diese Form der Liebe, an die die meisten von uns (gerne) glauben (wollen) oder vielleicht irgendwann einmal geglaubt haben… Damit sie aber diesen hohen Stellenwert behält, ist und bleibt sie, im Gegensatz zu Holly- bzw. Bollywoodfilmen, eine unerfüllte Liebe.
Dann könnte man noch viele andere Arten von Liebe aufzählen, die zwischen Eltern und Kindern, etc. – aber irgendwie erscheint mir das nicht relevant oder auch nicht interessant genug.
Ich mache mir Gedanken darüber, was “Liebe” für mich bedeutet bzw. stelle mir die Frage: Muss “es” (damit meine ich eine “Beziehung” zwischen zwei Menschen, die einander viel bedeuten) überhaupt einen Titel haben, oder ist es nicht besser es gar nicht mit dem Wort Liebe zu benennen, sondern es als das zu sehen was es ist… was auch immer es ist…? Vielleicht kann man auf diese Art das Schöne umso mehr genießen, und man fällt nicht so tief, wenn “es” denn doch nicht klappen und dann wieder vorbei sein sollte. Macht man sich nicht sehr verwundbar, wenn man seine Gefühle so preisgibt, sozusagen sein Innerstes nach Außen stülpt, was man später eventuell bereut? Aber darin liegt wohl auch das Risiko und gleichzeitig die Chance, wenn man sich auf “sowas wie Liebe” einlässt…
Was ist schwieriger: Liebe geben oder sie annehmen können? Liebt man nicht oder weniger, wenn man nicht eifersüchtig ist? Ist Liebe das schönste Unglück? Soll man sich auf die Suche nach ihr begeben oder darauf hoffen von ihr gefunden zu werden? Ist Liebe unlogisch und wird daher von logisch-denkenden Menschen belächelt oder sogar verachtet? Ist Liebe nur was für starke Menschen? Besser geliebt und verloren als nie geliebt zu haben? Wie spürt jemand, der noch nie richtig geliebt hat, wie sich Liebe anfühlt? Ist Liebe einfach nur Ansichtssache? Nur weil ich nicht so geliebt werde, wie ich es gerne hätte, bedeutet das, dass ich gar nicht geliebt werde? Nur weil ich “mehr” oder offensichtlicher liebe, heißt das, dass meine Liebe die bessere oder die größere ist? Oder ist die richtige Liebe diejenige, die nichts verlangt, nichts erwartet, die selbstlos ist? …
Ich könnte viele Zitate anführen, die mir zum Thema Liebe einfielen. Ich beschränke mich auf ein paar Zeilen aus dem Gedicht “NO QUESTIONS” von Walter W. Hölbling (aus “Love-Lust-Loss”):
love is
happiness
as well as pain
gratefully I accept both
knowing I am alive